Zuchtbedingungen im Klub für Terrier e.V.

Bevor ein Terrierbesitzer im KfT züchten darf, muss er bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Es wird von Zuchtwarten überprüft, ob er über ein Mindestwissen betreffs Hundezucht verfügt: Läufigkeit der Hündin, Deckbedingungen, Trächtigkeit, Geburt, Aufzucht der Welpen, Wurmkur- und Impfschema. Er muss den Standard seiner Terrierrasse und die Zuchtbestimmungen des KfT kennen. Er wird nach kynologischer Literatur, die er besitzt, ebenso gefragt wie nach seinen Tierarzt-Kontakten und der ihm für die Betreuung seiner Hunde zur Verfügung stehenden Zeit. Wenn der Zuchtwart die Besichtigung seiner Zwingeranlage bzw. die Räumlichkeiten, wo die Welpen aufgezogen werden sollen, positiv bewertet werden kann, erhält er den für seine geplante Zucht beantragten Zwingernamen im KfT geschützt.

Es darf aber im KfT nur mit Hündinnen und Rüden gezüchtet werden, wenn diese eine Zuchtzulassung haben. D.H.; die Terrier, mit denen gezüchtet werden soll, müssen zuvor auf einer VDH- oder KfT-Zuchtschau oder auf einer Zuchtzulassungsveranstaltung von einem KfT-Zuchtrichter bewertet worden sein. Ab 1996 kann die Zuchtzulassung ausschließlich auf einer gesonderten Zuchtzulassungsveranstaltung erworben werden. Zu dieser Verschärfung der Bedingungen haben sich die Mitglieder des KfT freiwillig entschlossen. Airedale Terrier müssen eine ZZP Zuchtzulassungsprüfung (Überprüfung seitens Zuchtrichter und Leistungsrichter) ablegen.

Wenn alle o.g. Bedingungen erfüllt sind, darf die Hündin gedeckt werden. Die normale Trächtigkeit beträgt 63 Tage, aber schon an 59. bis zum 72. Tag können noch gesunde Welpen zur Welt kommen. Schon an der unterschiedlichen Tragzeit kann man erkennen, daß zum Züchten einige Kenntnisse gehören und die Hilfe eines Tierarztes u.U. nötig ist.

Binnen der ersten drei Lebenstage muss der Züchter den Wurf seinem Zuchtwart melden, der in der ersten Woche zur Besichtigung kommt. Da diese Zuchtwarte selbst langjährige Züchter sind und als "Anwärter" ein bis zwei Jahre diesen Job gelernt haben, können sie den jungen Züchter beraten und Hinweise für die Aufzucht geben, wenn Probleme auftauchen.

Wenn die Welpen 10 Tage alt sind, wird die erste Wurmkur gemacht und dann fortlaufend alle 10-14 Tage wiederholt. Der Züchter muss auch mit seinem Tierarzt die Erst-Impfungen absprechen und er muss beim KfT die Tätowierungs-Nummern – Teil der Zuchtbuchnummer - für die Welpen beantragen. Sind die Welpen 8 Wochen alt, kommt de Zuchtwart zum Tätowieren. Dabei sind die ausgefüllten Impfpässe mit Eintragungen des Tierarztes vorzulegen. Wurde nicht vorschriftsmäßig geimpft, darf nicht tätowiert werden, und der Wurf wird nicht zur Zuchtbucheintragung freigegeben.

Bei der Wurfabnahme kontrolliert der Zuchtwart jeden Welpen und protokolliert das ebenso wie die Kondition und Haltung von Hündin und Welpen. Etwaige, schon feststellbare Fehler bei den Junghunden werden vermerkt. Kein Terrierwelpe darf bei KfT-Züchtern vor der vollendeten 8. Lebenswoche abgegeben werden, da auch erst ab diesem Datum tätowiert werden darf. Käufer sollten sich diese Wurfabnahmeprotokolle zeigen lassen.

Mit Unterstützung des Züchters wird von KfT die Ahnentafel für jeden Welpen erstellt. Der Züchter trägt den Besitzer ein und unterschreibt für die Richtigkeit der Ahnentafel.

Der Klub für Terrier e. V., seine Ehrenamtsträger und seine Züchter bemühen sich um eine artgerechte Haltung und Aufzucht gesunder Terrier.

VDH: Verband für das Deutsche Hundewesen e.V.

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